Blogbeitrag

So achtest du als gestresste ErzieherIn in diesen herausfordernden Zeiten besonders auf dich

So achtest du als ErzieherIn in diesen herausfordernden Zeiten besonders auf dich

Inklusive Reflektions-Übung für gestresste ErzieherInnen

Zurzeit durchleben wir alle wirklich herausfordernde Zeiten. Ganz besonders du, als ErzieherIn, der/die auch ohne Coronakrise aufgrund der hohen Stressbelastungen ein hohes Burnout Risiko hat.

Ich finde, das Schlimme ist zudem, dass nicht absehbar ist, wann diese Zeiten enden, d.h. „es ist kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen“. Denn wenn wir wüssten, am Tag X ist alles wieder „normal“, wäre es einfacher. Ein konkretes Ziel vor Augen hilft uns dabei, Herausforderungen besser zu meistern.

Diese Zeiten verlangen ein hohes Maß an Anpassungsleistung von dir. Damit du gut durch die herausfordernden Zeiten kommst, solltest du gut auf dich selbst achten. Auf sich selbst achten ist weitaus mehr, als an eine gute Ernährung und ausreichend Bewegung zu denken. Dein Wohlbefinden sollte in diesen heraufordernden Wochen und Monaten im Mittelpunkt stehen. In diesem Blogpost bekommst du Tipps, wie du in diesen Zeiten auf dich achtest.

1. Tipp für gestresste ErzieherInnen: Akzeptiere das, was du nicht ändern kannst und ändere das, was du nicht akzeptieren kannst

Auch mich belasten gerade die vielen Einschränkungen, die die Zeiten gerade mit sich bringen. Ich kann sie nicht ändern. Also, was mache ich, ich akzeptiere es. Manchmal widerwillig, manchmal mit schweren Herzen, manchmal auch uneinsichtig. Dennoch akzeptiere ich es. Warum? Weil ich weiß, dass ein Kampf gegen Windmühlen äußerst anstrengend und absolut uneffektiv ist.

Hinterher bin ich fix und fertig, habe nichts erreicht und viel Energie verschwendet. Damit auch du deine Energien sinnvoll einsetzt, passe dich den Veränderungen an. Akzeptiere, dass es manchmal keine andere Lösung gibt. Akzeptiere, dass es nicht auf jede Frage eine Antwort gibt. UND nutze gleichzeitig deine Energien, um die Dinge zu verändern, die du verändern kannst.

Denn wenn du in der Phase des Jammerns, des Klagens oder des Aufregens hängen bleibst, dann verpuffen deine Energien hier sinnlos. Ich weiß, akzeptieren ist nicht immer einfach. Ganz besonders nicht, wenn uns etwas belastet. Akzeptieren heißt auch nicht, in einer belasteten Situation zu leben. Sondern du solltest einen Schritt weiter gehen. Überlege: Wie kann ich die Situation, so wie sie gerade ist, gestalten, dass es mir gut geht? Was kann ich verändern? Womit fange ich an?

WICHTIG


Jeder noch so kleine Schritt ist ein Schritt. Ein Schritt zu mehr Gelassenheit, zu mehr Wohlbefinden oder zu dir selbst. Du oder die Situation müssen nicht erst perfekt sein, um diesen ersten kleinen Schritt zu gehen. Fange einfach an und schaue, was passiert. Dann folgt erst der nächste Schritt.

2. Tipp: Mache dir deine Krisenkompetenzen bewusst

Was heute noch aktuell ist, kann morgen schon wieder überholt sein. Ständig müssen wir uns neuen Vorgaben anpassen und diese schnellstmöglich umsetzen. In den letzten Monaten hast du so viele Kompetenzen im Krisenmanagement bewiesen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine sehr bedeutsame Stärke. Menschen, die gut mit den Krisen des Lebens umgehen können, verspüren weniger Belastung. Diese Menschen haben gelernt, eine heraufordernde Situation zu meistern. Dazu gehören auch Fehler. Denn du hast diese Situation noch nie vorher erlebt. Sonst wäre es ja keine Herausforderung mehr.

Reflektions-Übung für gestresste ErzieherInnen

Ich möchte dich zu einer Übung einladen. Diese kannst du auch mit deinem gesamten Kita-Team machen. Du brauchst ein Blatt Papier und einen Stift. Nehme dir rund 15 Minuten Zeit und beantworte die nachfolgenden Fragen:

  1. Welche kleineren und vielleicht auch größeren Krisen hast du (dein Kita-Team) in deinem Leben bereits überstanden?
  2. Wenn du deinem besten Freund oder deiner besten Freundin beschreiben solltest, wie du das geschafft hast, welches Erfolgsgeheimnis würdest du ihr verraten?
  3. Was hast du durch diese Krisen gelernt, welche Chancen haben sich aus der Krise ergeben?
  4. Wie kannst du diese Strategien, deine Kompetenzen und deine Fähigkeiten auf die aktuelle Krisensituation übertragen und anwenden?

3. Tipp: Nutze das tägliche Übungsfeld

Täglich gibt es einige Dinge, die nicht optimal sind. Ein ärgerliches Telefonat, eine Kita-Mutter, die sich beschwert oder ein unfreundlicher Vater. Betrachte all diese Situationen als wunderbares Übungsfeld, um zu lernen, wie du mit Herausforderungen umgehst. Denn du musst nicht erst auf große Herausforderungen warten.

Wenn du diese kleinen Ärgernisse nutzt, hat das zwei positive Effekte für dich:

  1. Du übst bei kleinen Alltagsdingen die Kompetenzen, die auch für große Krisen wichtig sind. Du entwickelst deine persönliche Strategie zur Selbststärkung. Diese Erfahrungen schenken dir bei größeren Problemen mehr Zuvertrauen und einen größeren Handlungsrahmen.
  2. Du sorgst dafür, dass sich erst gar nicht viel Druck aufbaut. Denn geklärte Kleinigkeiten können nicht zu einem großen Problem anwachsen.

Im nächsten Blogpost bekommst du weitere Tipps von mir, wie du in diesen herausfordernden Zeiten besonders auf dich achtest.

Deine

Einladung


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    Schlagworte

    Corona, Coronakrise, Kita, Kita-Alltag, konflikt, konfliktmanagement, Teamarbeit, Teambuilding, übung


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