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Inklusion in der Praxis Teil 1: Wie unsere Kultur die Entwicklung der Kinder beeinflusst

Inklusion in der Praxis Teil 1: Wie unsere Kultur die Entwicklung der Kinder beeinflusst

Ich habe gerade den sehr interessanten Artikel „Clash of Clans“ von Petra Wagner gelesen. Frau Wagner ist Direktorin des ISTA und Leiterin der Fachstelle Kinderwelten für vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung.

In dem Artikel wurde beschreiben, wie die kulturelle Prägung, die Normen und Werte der Eltern die Entwicklung der Kinder beeinflussten. Dabei ging es nicht darum, welche Normen und Werte die Kinder entwickeln, sondern um Kompetenzen, die die Kinder erwerben. Erfahren Sie, welche großen Entwicklungsunterschiede es zwischen Babys in Kamerun und Deutschland gibt.

Diese Unterschiede in der Entwicklung sind kulturell bedingt

So werden Babys in den Dörfern in Kamerun sehr früh dazu angehalten, das Sitzen, Stehen und Gehen zu trainieren. Die Babys sind grobmotorisch gleichaltrigen, deutschen Kindern weit voraus. Im Alter von drei Monaten können die beobachteten Babys in Kamerun bereits ohne Unterstützung für längere Zeit sitzen. Eine Haltung, vor der Kinderärzte in Deutschland warnen, weil es für Rücken und Beine schädlich sei.

In deutschen Familien hingegen, werden die Babys viel angesprochen und angeschaut. Sie lernen früh das Hantieren mit Spielmaterial. Daher sind sie im Alter von drei Monaten den kamerunischen Babys in der Kommunikation voraus.

Es wird deutlich, dass die jeweilige Kultur die Entwicklung der Kinder nachhaltig beeinflusst.

Beachten Sie:

Erziehungspraktiken anderer Kultur können als ungewöhnlich erscheinen!

In dem Artikel wurde auch darauf hingewiesen, dass die Erziehungspraktiken der Mütter bei der jeweils anderen Kultur auf Ablehnung stießen.

Die Art der motorischen Stimulation der kamerunischen Babys erschien den deutschen Familien als unangebracht, wenn nicht sogar gefährlich. Umgekehrt waren die kamerunischen Mütter entsetzt, wenn sie die Filme von deutschen Müttern mit ihren Babys sahen, in denen das Baby auf dem Rücken liegt, inmitten von Spielgegenständen, und die Mutter sich über es neigt.

Natürlich verteidigt jede Kultur ihre Erziehung als richtig und „normal“. Dabei kann es sogar passieren, dass die Erziehungsmethoden, sogar als schädigend und krankmachend erscheinen. Inklusion ist jetzt gefragt.

Diese Konsequenzen ergeben sich für Ihre Zusammenarbeit mit Eltern

Wenn nun bei Ihnen in der Kita, Eltern aus unterschiedlichen Kulturen zusammentreffen, dann können Ihre Erziehungsvorstellungen deutlich von denen der Eltern abweichen. Das kann mitunter sogar zu Missverständnissen und Konflikten führen.

In 14 Tagen erfahren Sie im nächsten Blogartikel, welchen Einfluss das auf unsere standardisierten Beobachtungsbögen hat. Damit Sie zukünftig keinen Blog-Artikel mehr verpassen, melden Sie sich gleich zu unserem Newsletter an.

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Wenn Ihnen mein Artikel gefallen hat oder Sie in Kontakt mit mir treten möchten, dann nutzen Sie die Chance und schreiben Sie mir ein Kommentar unter diesen Artikel. Ich freue mich von Ihnen zu lesen und Ihnen in zwei Wochen den zweiten Teil dieser Serie präsentieren zu dürfen.

Liebe Grüße

Ihre Bianca


Schlagworte

ausländische Kita-Kinder, Entwicklung, Inklusion, Kinder, Kultur, Mißverständnisse, Sprachentwicklung


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